die geschichte ist immer stärker! stärker als was? als die eigenen ideale? als die eigenen gefühle? bertold brecht schreibt in einem seiner, wie ich finde, schönsten gedichte: du hattest keine schwächen, ich hatte eine! ich liebte! (zitatende) aber ist das wirklich eine schwäche? ist es nicht vielmehr eine stärke sich in die gefühlswelt zu begeben, das rationale auszuschalten, für seine gefühle zu leben, exzessiv und ohne kompromisse?! es gibt menschen, die können angeblich ihre gefühlswelt unterdrücken, ausschalten! diese leute schauen “straight” nach vorne, planen vieles im voraus, leben in der rationalen welt! aber, können diese menschen glücklich werden? braucht nicht jeder ein stück gefühlswelt, die wie ein lebenselexier dienen soll?! bei brecht heißt es weiter: …erst ließ freude mich nicht schlafen, dann hielt kummer nachts die wacht, als mich beide nicht mehr trafen schlief ich, aber ach… (zitatende)
Schlagworte: leben, love, melancholie